Historie Löschzug Jüchen

Wie in allen Landorten, so war auch vor Gründung der Feuerwehr in Jüchen die Hilfe bei Feuersbrünsten Sache der gesamten Einwohnerschaft. Bei Ausbruch eines Brandes wurden die Bewohner durch Läuten der Kirchenglocken alarmiert. In der Nacht machte der Nachtwächter durch Hornblasen die erste Feuerwehrmeldung. An der Brandstätte bildeten die herbeigeeilten Einwohner 2 Reihen von der Brandstätte bis zur Wasserstelle. In der einen Reihe wurden die vollen und in der anderen die leeren Eimer von Hand zu Hand gereicht.

 

 

Auf Anregung des Ehrenbürgermeisters Wilhelm Meising und des Direktors Fritz Brand wurde auf einer öffentlichen Volksversammlung im Jahre 1882 die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr beschlossen, die, wenn nicht die allererste, so doch eine der ersten im damaligen Kreis Grevenbroich war.

 

 

Im Jahre 1907 konnte die Wehr ihr 25jähriges Bestehen feiern. Der Mitgliederstand betrug in diesem Jahr 55 aktive Mitglieder. Während der Kriegsjahre von 1914-1918 wurden keine Übungen abgehalten. Die dem Kriege folgende Besatzungszeit brachte der Feuerwehr viel Unbehagen und Einschränkungen. In der Besatzungszeit machten die Besatzungsbehörden die Feuerwehr für die Brandhilfe verantwortlich. Nach dem Abzug der Besatzungstruppen 1920 wurden die Wehr neu organisiert. In den folgenden Jahren wurde die Wehr immer besser ausgebaut und zwar in Uniformierung und Geräten.

 

 

Im Jahr 1940 wurde die erste Motorspritze beschafft. Die Freude war sehr groß, ein alter Wunsch wurde erfüllt. Die Wehr wurde dadurch viel schlagkräftiger. So konnte man mehrere Schlauchleitungen auf einmal in Betrieb nehmen. Es handelte sich um eine Motorspritze mit einem DKW-Zweitaktmotor mit 14,5 PS. Bei einer Wasserleistung von 400 Liter pro Minute konnte man von nun an über die Vergangenheit nur noch lächeln.

 

 

Am 02.02.1952 wurde ein neues Gerätehaus der Wehr übergeben, gelegen an der Weyerstraße. Rund 11 Jahre später, am 06.08.1963 durfte sich die Wehr über eine weitere Neuerung freuen: die Gemeinde beschaffte ein Löschfahrzeug mit Anhänger vom Typ LF 8/TSA, da das erste Löschfahrzeug in die Jahre gekommen war.

 

 

Seit 1976 unterhielt die Gemeindefeuerwehr Jüchen im alten Rathaus an der Odenkirchener Straße die Alarmierungszentrale, welche 1985 mit dem Gerätehaus an den heutigen Standort an der Kelzenbergerstraße umzog und bis 2001 dort betrieben wurde. Von der 24 Stunden besetzten Zentrale konnten zum Beispiel auch die Sirenen in der Gemeinde ausgelöst werden und die Einsatzkräfte im Bedarfsfall (später auch über Piepser) alarmiert werden.

 

 

Der Fuhrpark wurde im Laufe der Zeit immer auf dem neusten Stand gehalten, sodass Meilensteine hier z.B. die Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeuges (1972), eines Einsatzleitwagens (1976) oder auch des Rüstwagens (1995) waren.

 gh 1951 weyerstrasseGerätehausneubau 1951 an der Weyerstraße

lz juechen 1952Gerätehausübergabe 1952 

1957 75jaehriges
75 jähriges Bestehen im Jahr 1957 

 2 dls 1998
Ablösung der 1. Drehleiter (rechts) 1998